Beruhigungsspiele

Stille Post

Das Spiel mit der Bezeichnung „stille Post“ wird unseren Kindern schon in frühen Jahren beigebracht, denn es bereitet diesen nicht nur eine Unmenge an Spaß, sondern eignet sich gleichzeitig dafür, den Kindern diverse Begriffe zu lehren. Um den optimalen Spielbedingungen gerecht zu werden, sollte man das Spiel erst ab einer Teilnehmer/innenzahl von mindestens drei Kindern und ab einem Alter von mindestens 3 Jahren zur Wahl anbieten. Dies ist insofern wichtig, weil es sich bei diesem Spiel um ein Merkspiel handelt, welches die Sprachfähigkeit der Kinder zur Bedingung macht. Im Folgenden soll der Spielablauf ein wenig näher beschrieben werden.

Wie wird das Spiel „Stille Post“ gespielt?

Zunächst stellen sich alle teilnehmenden Kinder in Form einer supermarktähnlichen Schlange auf oder setzen sich in gleichartiger Weise hin. Daraufhin lässt sich jene/r Mitspieler/in, der/ die sich am Ende der Schlange befindet, einen außergewöhnlichen Begriff beziehungsweise einen Satz einfallen und flüstert diesen ins Ohr seines/ ihres Vordermanns / Vorderfrau. Diese/r Vordermann / Vorderfrau muss versuchen, das Gesagte zu verstehen und das Verstandene an den/die nächste/n Mitspieler/in weiter zu geben. Dies dauert so lange, bis das Wort schließlich beim Kind ganz vorne ankommt. Dieses hat dann die Aufgabe, das weitergegebene Wort laut zu äußern. In vielen Fällen wird man feststellen, dass dieses Wort sich deutlich vom Ursprungswort unterscheidet, wodurch in meistens ein riesen Gelächter bei allen Kindern ausgelöst wird. Bei älteren Kindern kann man diese Variante selbstverständlich etwas verkomplizieren und statt einfachen Begriffen und Sätzen, Fremdwörter und fremdsprachige Sätze zum Einsatz bringen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass dieses Spiel Kindern nicht nur einen enormen Spaßfaktor zu bieten hat, sondern nebenbei auch noch äußerst lehrreich ist.

Platzwechsel

Psst, jetzt ganz leise

Kindergeburtstage können manchmal ziemlich laut werden – klar, die Kinder lachen, schreien und haben einfach eine gute Zeit. Wenn man allerdings mal etwas Ruhe einkehren lassen will, kann man ein paar Runden „Platzwechsel“ mit den Kindern spielen. Am besten eignet sich dieses Spiel, wenn sich die Kinder schon ausreichend bewegt haben und die Gemüter sich auf Ruhe und Schweigen einstellen können.

Bei Platzwechsel stellen sich die Kinder im Kreis auf, die Anzahl und Reihenfolge ist irrelevant. Ein Kind ist der Fänger. Alle anderen zählen der Reihe nach durch, dabei merkt sich das fangende Kind die Zahlen. Anschließend werden ihm die Augen verbunden und es stellt sich in die Mitte des Kreises. Dort stehend bestimmt es zwei Kinder, indem es zwei Zahlen nennt. Diese zwei Kinder müssen jetzt Platz tauschen, indem sie den Kreis durchqueren, sie dürfen also nicht um den Kreis herumlaufen. Die Aufgabe des fangenden Kindes ist es eines der beiden Kinder zu berühren. Alle Kinder müssen ganz leise sein, denn das fangende Kind kann nur durch genaues Hören herausfinden, wo sich die beiden aktiven Kinder befinden.

Je größer der Kreis, desto schwieriger ist das Ganze natürlich. Sobald der Fänger ein Kind berührt hat, ist Selbiges an der Reihe und bekommt die Augen verbunden. Wenn der Platzwechsel funktioniert hat, ohne, dass ein Kind berührt wurde, ist das Kind in der Mitte noch mal dran. Sollte dieses mehrere Male niemanden berühren, wird einfach so gewechselt, beziehungsweise man kann den Kreis auch einfach kleiner machen. Sollte es zu einfach sein, steigert man den Anspruch, indem man den Kreis vergrößert.

 Wichtig: immer ganz ganz leise sein!

Stille Post

Stille Post, ein Spiel das keinen großen Aufwand erfordert. Höchstens ein paar Blätter und Stifte für die malerische Variante von Stille Post.

Eine Altersgrenze gibt es bei Stille Post nicht, teilnehmen können Kinder und Erwachsene eines jeden Alters, jedoch wird es wohl erst ab 5 Jahren unterhaltsam.  Gespielt wird in einer Gruppe, am besten lässt sich Stille Post mit einer Teilnehmerzahl von 5 Leuten spielen.

Die Teilnehmer sitzen bei Stille Post in einer Reihe oder in einem Kreis. Der erste Spieler überlegt sich ein Wort oder einen kurzen Satz und flüstert es dem zweiten Spieler ins Ohr. Der zweite Spieler flüstert dem dritten Spieler das Wort oder den Satz ins Ohr den er verstanden hat, usw. So nimmt die Stille Post ihren Lauf. Der letzte Spieler von Stille Post muss laut sagen was er verstanden hat.
Der Witz an Stille Post ist, dass das am Anfang geflüsterte Wort dem Wort am Ende überhaupt nicht ähnlich ist. Nach Ende der ersten Runde Stille Post setzt sich der letzte Spieler an den Anfang und überlegt sich ein neues Wort. Stille Post wird solange wiederholt bis alle Mitspieler sich als Startperson, ein Wort oder einen kurzen Satz ausgedacht haben.

Als Alternative zu Stille Post malt die erste Person dem Vordermann ein einfaches Motiv (Strichmännchen, Haus, Hund, etc.) auf ein Blatt das sich auf dessen Rücken befindet. Dieser malt das gefühlte Bild seinem Vordermann auf den Rücken. Der letzte Teilnehmer malt das gefühlt-verstandene Bild auf ein Blatt und zeigt es den anderen. Die Variante eignet sich gut wenn nicht sehr viele Kinder teilnehmen.

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