Ratespiele
Mäxle
Ein ganz einfaches aber super lustiges Spiel, zu dem man nur zwei Würfel und einen Würfelbecher plus Unterlage braucht, ist das Spiel Mäxle.
Ziel ist, es reihum zu würfeln, dann zu verkünden, was man tolles gewürfelt hat und dies dem Nachbarn weiterzugeben – verdeckt, möglichst ohne es zu verruckeln – und ob das Gesagte wirklich so stimmt, weiss auch keiner. Man darf nämlich auch Bluffen. Das Gewürfelte muss immer mehr sein, als das, was der Vorgänger gewürfelt hat. Man muss quasi immer „erhöhen“. (Bei demjenigen, der beginnt, ist es natürlich egal). Es gibt „ganz normale“ Zahlen wie 5 und 3 – das ergibt 53. Zwei gleiche Zahlen sind Pasch und immer höher als normale Zahlen. Am höchsten ist Mäxle – ein Einser und ein Zweier. Nun hat man ja leider nicht immer tatsächlich mehr gewürfelt als der Vordermann – und dann heißt es eben gekonnt bluffen. Wer gut genug schwindelt, dem wird geglaubt und man ist erst mal aus dem Schneider. Allerdings kann man das verdeckte Gewürfelte, wenn man es überreicht bekommt, auch anzweifeln.
Klar, dass es sowohl Strafpunkte gibt, wenn man beim Bluffen ertappt wird, aber auch wenn man des Bluffens verdächtigt wird und es stellt sich nach Aufdecken der Würfel heraus, dass man eben gar nicht geschwindelt sondern tatsächlich auch das gewürfelt hat, was man angekündigt hat – in dem Fall bekommt der Skeptiker einen Minuspunkt. Manchmal kann man ganz schön in die Bredouille kommen – und wie immer gibt es Spieler mit Pokerface, die es immer wieder schaffen, die anderen hereinzulegen und jene, denen man die Unehrlichkeit sofort an der Nasenspitze ansieht. Absoluter Spielspaß ist garantiert!
Je mehr Spieler mit von der Partie sind, desto mehr Spaß macht es übrigens!
Begriffe raten
Begriffe raten macht immer Spaß, vor allem wenn die kreative Ader gefördert wird. In den siebziger Jahren gab es eine Fernsehsendung namens Montagsmaler. Auf Kindergeburtstagen können einige “Montagsmaler” ihr Zeichentalent beweisen.
Alles was für dieses Spiel benötigt wird sind ein Stift und leere Blätter. Nun wird ein Kind ausgewählt, dass zuerst Montagsmaler sein darf. Am besten übernimmt ein Erwachsener die Rolle des Regisseurs. Er wird nun auch dem Kind einen Begriff nennen. Dieser darf nicht an die anderen Kinder verraten werden, denn die Mitspieler müssen den Begriff erraten.
Der Montagsmaler wird versuchen das geheime Wort zu zeichnen. Jetzt kommt es auf die Malkünste des Malers an und auf die Kombinationsfähigkeit der rätselnden Kinder. Wer als erstes erraten hat, welcher Begriff hier gemalt wird, der darf der nächste Montagsmaler sein.
Um Abwechslung ins Spiel zu bringen kann der Begriff auch pantomimisch dargestellt werden. Das Kind muss also mit Händen, Füßen, Gesten und Mimik den zu erratenden Begriff vorführen. Das Kind, das die Darstellung erraten hat, wird nun zum Pantomimen.
Der Regisseur führt eine Strichliste mit den Gewinnern des Spiels. Wer am Ende die meisten Begriffe erraten hat, kann sich als Sieger feiern lassen.
Damit sowohl Montagsmaler und Pantomimen im Spiel vorkommen können, entscheiden die Mitspieler vor jeder neuen Runde, auf welche Art der Begriff dargestellt werden soll. Eine andere Möglichkeit: Der Erwachsene schreibt vor dem Spiel die Begriffe auf Zettel und unter dem Begriff die Darstellungsform. So gibt es keine Unstimmigkeiten.
Das Spiel “Begriffe raten” eignet sich nicht nur für Geburtstagsfeiern, sondern auch für verregnete Tage, die mit der Familie verbracht werden.
Ein Außerirdischer berichtet von seiner Reise
Ratespiele sind bei alt und jung immer wieder gern gesehen. Meistens sorgen sie für große Lacher, sind interessant und die Zeit vergeht wie im Flug. Ein Geburtstagsspiel das für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen sehr gut geeignet ist, heißt „Ein Außerirdischer berichtet von seiner Reise.“
Zu Beginn oder das Geburtstagskind bastelt sie am Vortag, werden Lose ausgeschnitten. Als Symbole können Kreise, Striche oder Zahlen benützt werden. Alle Lose haben das gleiche Symbol, außer einem. Wer das einzelne Los zieht, spielt den ersten Außerirdischen. Noch interessanter und lustiger wird das Spiel, wenn sich der Außerirdische verkleidet.
Alte Leintücher, Schals und Hüte von seiner Mutter oder weite Shirts finden sich immer. Die Kinder oder Jugendlichen können hier ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Der Außerirdische tritt vor und die anderen Gäste setzen sich im Halbkreis vor den Außerirdischen. Er war auf einer langen und weiten Reise, nun kommt er zurück und muss seiner Regierung Bericht erstatten. Er hat viele neue Dinge auf seiner Reise gesehen, weiß aber die Namen der Dinge nicht. Nun muss er sie so genau wie möglich beschreiben, so zum Beispiel:
Die Menschen dort haben ganz ein komisches Material auf dem Kopf und wenn sie in bestimmte Räume gehen, kommen sie anders wieder raus.“
Gemeint ist der Friseur und die anderen Kinder müssen es erraten. Die Umschreibung der einzelnen Geräte oder Tätigkeiten erfordert viel sprachliches Geschick und macht sehr viel Spaß.